4 Vorbericht. !
des feinsten und artigsten Witzes sind, einerNation Ehre zu bringen. Ich suche hier-durch den Werth der andern Wissenschaften,von welchen ich in der Fortsetzung reden wer-de,und für welche man niemahls zu vielHoch-achtung haben kann, nicht im geringsten zuvermindern. Ich sage nur, daß diejenigen,von welchen hier die Rede ist, etwas lebhafte-res und prächtigers an sich haben, daß sie ge-schickter sind, die Menschen auf einmahl zurühren, und ihre Verwunderung zu erwe-cken, daß sie eine weit grössere Anzahl vonPersonen an sich reißen, und daß sie an derGesellschaft, und an der allgemeinen Lebens-art unter Leuten von Verstände mehr An-theil haben, als andre Wissenschaften. Die lDichtkunst würzet die Gründlichkeit ihrerLehren durch die Reizung des Vergnügens,und durch allerhand angenehme Bilder, inwelche sie dieselben sorgfältig einkleidet.
Die Historie, welche uns die Begebenheitenaller vergangnen Jahrhunderte auf eine ein-nehmende und geistvolle Art erzählet, reizetund befriediget unsre Neugier, und giebt zugleicher Zeit den Königen, den Fürsten, undLeuten von allen Ständen die nützlichstenLehren. Weil sie aber befürchten muß,daß sie ihre Zärtlichkeit beleidigen möchte:
So bedient sie sich hierbey entlehnter Nah-