Band 
Zwölfter Theil.
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Von Poeten.

hatte, wo sie von allen ihren Arbeiten fteywaren, und sich einer unschuldigen und noth- ^wendigen Freude überliessen, erschallte als- ^les von den heiligen Gesängen, deren edler,erhabner und majestätischer Ausdruck derGrösse des GOttes,zu dessen Ehren sie ver-fertiget wurden, anständig war. Was füreine Menge von lebhaften Bildern, undfeurigen Begeisterungen sieht man nicht indiesen göttlichen Gesängen! Flüsse, welchein ihre Duellen zurück laufen; Meere, wel-che den nackten Abgrund öffnen, und flie-hen; Hügel, welche für Freuden hüpfen;Berge, welche wie Wachs zerschmelzen, undverschwinden; Himmel und Erde, welchemit dem ehrerbietigsten Stillschweigen zu-hören, und die ganze Natur, welche vor dem !Angesichts ihres Schöpffers in Bewegunggeräth, und sich erschüttert!

Da aber die menschliche Stimme alleinunter der Last so erstaunlicher Wunder-werke unterlag, und dem Volke viel zuschwach vorkam, die Empfindungen der Er-kenntlichkeit, und der Anbetung, wovon esganz und gar eingenommen war, auszu-drücken: So nahm es zu stärkerer Ausdrü-ckung derselben die donnernde Stimme derPaucken und Trompeten, und aller andernmusikalischen Instrumente zu Hülfe. Ja

da