Band 
Zwölfter Theil.
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Von Lyrischen Poeten.

werden, welches sie hervorgebracht hat ;Und die Wirkung der vollkommensten Mu-sik ist weder so gennß, noch so stark, als ^die Wirkung der Verse, welche dem Dich-ter in dem Feuer der poetischen Entzückunggelungen sind.

Diese kleine Stelle, welche ich aus demAnfange der zwar kurzen aber sehr gelehr-ten Abhandlung des Herrn Abts Fraguierüber den Ptndar genommen habe, wirdhinlänglich seyn, meinen Lesern einen rich-tigen Begriff von der Lyrischen Poesie, undzu gleicher Zeit von dem Pindar beyzu-bringen, welcher unter den neun griechi-schen Poeten, die sich in dieser Art vonGedichten am meisten hervorgethan haben,und von welchen ich noch einige Worte sa-gen muß, oben an steht.

I-rv.I. Plurarch gedenkt eines Thalesplur"i» welchen Lykurg überredete, daß er sich zu !Sparta niederlassen sollte. Dieses warein Lyrischer Dichter, (er gehört aber nichtunter die neune) welcher unter dem Vor-wande, daß er neue Lieder verfertigte, in ,

der

* Es scheint, als ob Plutarch den Thales, vondem hier die Rebe isi, mit dem Thales von Mi«let, der einer von den sieben Weisen war, undwelcher mehr als 250. Jahre nach jenem lebte,vermischte.