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! Von Lyrischen Poeten. 47
! sen wird. Alsdann überlaßt er sich derlebhaften Gewalt, und der schönen Unorv-nung, welche unendlich weit über alle Re-geln, und über die ängstlichste Kunst erha-' ben ist.
Diese verschleimen Eindrücke bringenauch verschiedne Wirkungen hervor: Be-schreibungen , welche bisweilen ganz unge-künstelt, und voller Anmuth und Reizunsgen, bisweilen aber auch prächtig, edel,und erhaben sind; Richtige und lebhafteVergleichungen; Einsichtsvolle Züge ausder Sittenlehre; Glücklich angewandteStellen aus der Historie, oder aus derFabel, und Ausschweifungen, welche dieMaterie selbst, die man abhandelt, anSchönheit tausendmahl übertreffen. DerWohlklang, die Seele schöner Verse, darf^ in diesen Augenblicken von dem Poeten^ nicht erst gesucht werden. Die glücklicheAbwechslung und die edlen Ausdrücke ord-nen sich von sich selbst, wie die Steine un-ter der Leyer des Amphions. Nichtsschmeckt nach der Arbeit, oder nach einemängstlichen Nachsinnen. Diejenigen Gedich-te, welche die Frucht der Begeisterung sind,haben so einen Charakter der Schönheit,daß man sie weder lesen, noch verstehenkann, ohne von eben dem Feuer erhitzt zu