Band 
Zwölfter Theil.
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! Von Lyrischen Poeten. 55

j Acarnanien in das Meer gestürzt hätte.

Es war in Griechenland sehr gewöhnlich,daß diejenigen, welche in ihrer Liebe un-glücklich waren, zu diesem Mittel ihre Zu-flucht nahmen.

Anacreon.

Dieser Dichter war von Tees, einer Imw.z.Stadt in Ionien. Er brachte lange Zeitan dem Hofe des Polycrates, des Tyran-nen von Samos, zu, welcher durch dasbeständig anhaltende Glück seines Lebens,und durch sein trauriges Ende so bekanntist. Er war nicht allein bey allen Ergötz-lichkeiten dieses Fürsten, sondern auch inseinem geheimen Rathe. Pluto meldetuns: Hipparch, einer von den Söhnendes PtsistratUs hätte ein Schiff mit fünf-zig Rudern an den Anacreon geschickt,und ihn in einem sehr verbindlichen Schrei-ben beschworen, er möchte doch nach Athenkommen, wo man seine schöne Werke erstrecht hoch schätzen, und den ganzen Werthderselben einsehen würde. Man sagt, dieFreude und die Ergetzlichkeiten wären seineeinzige Beschäftigung gewesen, und das,was wir von seinen Stücken noch übrig ha-ben, beweist dieses sehr gründlich. Manfleht überall in seinen Versen, daß die HandD s nichts