84 Von lateinischen Poeten.
„ich will nicht sagen, närrisch gelobt, und„bewundert; Wenn es anders wahr ist,„daß ihr und ich das Feine und das Grobe„bey Scherzen zu unterscheiden wissen, und„wenn unser Ohr anders zärtlich genug ist,„daß es von dem Klänge und von der Cas„denz der Verse richtig urtheilen kann.,.Diese Critik kann dem Plautus um destonachtheiliger seyn, weil es scheint, als ob Hosraz nicht allein dieser Meynung gewesen wä-re, und weil der Hof des Augustus ebensowenig, als er, an den Versen und an denScherzen diesesPoeten einenGeschmack fand.
Der Tadel des Horaz trifft zwey Stü-cke: Den Numerus, und den Wohlklangder Verse, numeros , und die Scherze,sales. Ich glaube nicht, daß man sich entsbrechen kann, das Urtheil des. Horaz grö-stentheils anzunehmen. Es kann aberauch seyn, daß dieser Dichter, welcher überden ungerechten Vorzug, welchen einigeseiner Mitbürger den alten lateinischenPoeten vor den Poeten ihrer Zeit gaben,verdrießlich war, bey einigen Gelegenhei-ten, und besonders hier, seine Critik ein wernig übertrieben hat.
Es ist gewiß, daß Plautlis in seinenVersen nicht so gar richtig ist. Er nenntsie aus dieser Ursache in seiner Grabschrift,
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