Band 
Zwölfter Theil.
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Von lateinischen Poeten. io>

Von allen seinen Werken haben wirnichts mehr, als einige Fragmente von sei-nen Satyren.

Dieser Poet hatte sich schon bey seinen! Lebzeiten einen grossen Ruhm erworben,l und dieser erhielt sich sehr lange nach seinemI Tode, so daß er auch noch zu QuintiliansZeit so eifrige Verehrer* hatte, daß siechnNicht allein allen denen, welche mit ihm in ei-, ner Art von Gedichten gearbeitet hatten,son-dern auch überhaupt allen andern Poetendes Alterthums vorzogen.

! Horaz urtheilte ganz anders von ihm. sar.4> laEr stellt uns denselben in der That als ei-nen Poeten vor, der einen feinen und gutenGeschmack in Spöttereyen hat, tücews,emrmÄae naris; Der aber sehr hart undgezwungen in seiner Schreibart war, dersich nicht die gehörige Mühe zu schreiben,nemljch gut zu schreiben gab: Denn erhatte den grossen Fehler, daß er viel schrieb.

Er war sehr zufrieden mit sich selbst, undglaubte Wunderdinge gethan zu haben,

G 5 wenn

* l^ucillus ^nosdrun ira cleciitos 6di r>Muclieber amgrores, vr eum non ciusciern mo-c!n operis 3u6oribus, 1'eci omnibus ^oecisprsekerre non üudirenr.

llbr. io. c3^. i.