Band 
Zwölfter Theil.
JPEG-Download
 

11 tz Von lateinischen Poeten.

aber damit, daß er den Poeten seines Un-rechts überführte, und ihn noch denselbenAbend zu sich zur Tafel bat.

Der Charakter des Catulls besteht ineiner ungekünstelten Zierlichkeit, und in ei-ner sehr natürlichen Anmuth. Wie glück-lich wäre er gewesen, wenn er diese liebens-würdige Offenherzigkeit nicht oft durch einecymsche Schamlosigkeit entehrt hätte.L)ecrmus Laberms.

Laberius, ein römischer Ritter, war" ganz besonders glücklich, allerhand Mimen,oder kleine, comifche Stücke zu verfertigen.Au Rom konnte eine Standesperson wohlgewisse Gedichte für das Theater machen,ohne sich zu erniedrigen: Allein er konntesie, ohne Nachtheil seiner Ehre nicht selbstvorstelln. Ohnerachtet dieser seit langerZert eingerißnen Meynung, nöthigte dochI Cäsar den Laberius sehr instän-dig, das Theater zu besteigen, um daselbsteines von seinen Stücken zu spielen. Er gabihm deswegen eine sehr ansehnliche SummeGeldes. Der Poet wehrte sich sehr lange,endlich aber muste er doch nachgeben. DieBitte * eines Fürsten in solchen Fallen ist

nichts

* t'oreKas, non solum st i'nuirer, tecl äc, gÜMlicer, cogic.

Ouoä