Von lateinischen Poeten, rzz
an Quintilians Meynung halten, die ich^ schon angeführet habe. ^ Man findet,sagt er, in dem Homer mehr Genie und Na-tur, in dem Virgil aber mehr Kunst undArbeit. Der erste übertrift ohne Zweifelden andern an grossen und erhabnen Gedan,ken: Allein vielleicht ersetzt der andre das,was ihm in diesem Stücke fehlt, durch einegewisse Richtigkeit des Ausdrucks, in wel-cher er sich beständig zu erhalten weis. Manmuß auch nicht vergessen, daß Virgil seinWerk nicht hat ausputzen können. Es wür-de dadurch unstreitig weit vollkommner ge-worden seyn, als es jetzo ist, ob es gleichauch so, wie es ist, allezeit unschätzbarbleibt.
Man kann die Verachtung und den Haß.des Caligula, welchen er gegen den Virgil'bezeigte, ganz sicher unter seine Thorheitenrechnen. Er gab sich alle mögliche Mühe, dieSchriften und das Bildniß dieses Dichtersaus allen Büchersalen zu bringen. Er warso unbesonnen, daß er sagte: Virgil wäreI 4 ein
* Hr Nercle, vc M narur^e coelelii.ircjue im-morrali ceü'erimus, ica cume Lc cjiÜAcnrinevel i6eo in Noc plus eil, <^>o6 ei tuic n ZAtsiabowncium, Le, czunnrum eminenrioriburvincimur, torrsüe gecjuglirsre peniimw!».
/ 10. c. i.
Sueton^ Lalig
c. !4.