Band 
Zwölfter Theil.
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iz6 Von lateinischen Poeten.

ein Mensch, der weder Witz noch Gelehrsam-keit besässe: ,

Lamvrid. DerKayserMxanderSeverus

^Eeü»r. urtheilte ganz anders davon. Er nennteihn den Plato der Poeten, und setzte seinBildniß nebst dem Bildnisse des Cicero indie Capelle, wo die Bilder des Achilles undandrer grossen Leute waren. Wie schön istes nicht, und wie viel Ehre bringt es nichtden Wissenschaften, wenn Poeten, Rednerund Eroberer von der Hand eines Kaysersin eine Reyhe gefetzt werden.

Ich werde in dem Leben des Horaz einenUmstand von dem Virgil erzählen, welcherihm, meiner Meynung nach, eben so viel,wo nicht noch mehr Ehre macht, als seinenatürliche Fähigkeit zur Dichtkunst.

Soraz.

Z«w.I. Oumtus Horatius Flaccus war von,94°. Denusium , und wie er selbst sagt, derSohn eines Freygelassenen. Er ward im6ö8sten Jahre nach Erbauung der StadtRom gebohren.

Obgleich sein Vater nur ein blosser Frey-gelassener war, und in sehr mittelmäßigenGlücksumständen lebte: So gab er sich dochganz besondere Mühe für seine Erziehung.Reiche und wohlhabende Leute, vie in Aem-