Band 
Zwölfter Theil.
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In prsk.libr.

!7O Don lateinischen Poeten.

den darinnen in Ehren gehalten, und mitLobsprüchen überhäuft werden: So werdenauch die Laster, als die Ungerechtigkeit, dieVerläumdung, die Gewaltthätigkeit, mit sehrlebhaften aber abscheulichen Farben vorge-stellt, wodurch sie stch nothwendig Verach-tung, Haß, und eine öfentliche Verabscheu-ung zuziehen müssen. Dieses brachte ohneZweifel den Sejan wider ihn auf, und setzteihn unter diesem Minister, der ein Feind vonallen Verdiensten und Tugenden war, in dieäusserste Gefahr. Phädrus zeigt weder dieUrsache, noch einen besondern Umstand, nochden AuSgang dieser Begebenhetten an. Erbeklagt sich nur, daß die Gerechtigkeit in An-!sehung seiner, von allen Seiten verletzt wür-de, weil Sejan, als sein offenbahrer Feind,Kläger, Zeuge, und Richter wider ihn wäre.()uoä 6 acLulacor alius lejano forer,

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Es ist sehr wahrscheinlich, daß sich dieserniederträchtige Liebling, welcher das Ver-trauen seines Herrn auf eine unverschämteArt misbrauchte, in einigen nachtheiligen Ab-bildungen dieser Fabeln, welche wohl auf ihngehen konnten, getroffen fand. Allein dadiese Abbildungen ohne Nahmen waren, under die Deutung davon auf sich selbst machte:

So