214 Von lateinischen Poeten.
taube und ohnmächtige Gottheiten anzuru-fen, daß nunmehr ein GOtt, der weit mäch- !tiger wäre, in seiner Seele herrschte, und Ndaß dieser ganz andere Gedanken, und eine !>ganz andere Sprache von ihm verlangte.
I^unc alia mentem vis a§ic, maiorVLV8.
^Iio8^ue mores poikular.
Hierauf beschreibt er die wunderbahreVeränderung, welche die Gnade in dem Her-zen eines Menschen wirket, wenn sie sich des-selben einmahl bemächtiget, und sich dasselbevöllig unterwürfig gemacht hat. Er sagt,daß ein solches Herz durch ein falsches Ver-gnügen allen Geschmack an den alten Wol-lüsten verlöhre, daß alle Sorgen und Unru-hen des gegenwärtigen Lebens, durch einenbrünstigen Glauben, und durch eine lebhafteHofnung der künftigen Güther in demselbengestillt würden, und daß es keine andere Be» ^mühung hätte, als sich mit seinem GOTTzu beschäftigen, dessen Wunderwerke es be-ständig betrachtete, dessen heiligen Willen essich zu kennen bemühte, und alle Kräfte an-wendete , diesen GOtt durch eine ungetheilteund unendliche Liebe ein ihm anständiges ^Opfer zu bringen.
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