Band 
Zwölfter Theil.
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^ Geschichtschreibern. -55

, Vergleichung zwischen dem Herodotus! und dem Thucydides.

' Dionysius von Halicarnaß , ein vor-! trefllcher Gefchlchtschrelber und Kunstrichter,

^ vergleicht in einem Briefe, der an den grossenPompejus gerichtet ist, den Herodotusund den Thucydides, die beiden besten grie-

> chischen Geschichtschreiber, mit einander, und^ sagt uns sein Urtheil so wohl über den In-

> halt der Historie, als auch über die Schreib-' art, in welche sie eingekleidet ist. Ich wil!

hier die vornehmsten Züge dieser kleinen Ab-handlung anführen. Man muß sich errinnern,daß unser Kunstrichter, eben so wohl als! Herodotus, von Halicarnaß war, weswe-gen man vielleicht einigen Verdacht der Par-! theylichkeit, zum Vortheile seines Lands-manns auf ihn werfen könnte.

^ I. Untersuchung

des Inhalts der Historie.

i.

erste Pflicht eines Schriftstellers, dereine Historie zu verfertigen, und dieKenntniß und das Andenken, verfloßne Tha-ten auf die Nachwelt zu bringen, gedenkt,besteht, meiner Meynung nach, darinnen, daßer sich eine grosse, edle und wichtige Materie,

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