Band 
Zwölfter Theil.
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Geschichtschreibern. 259

unterrichten? Und sind grosse Unglücksfälle,welche aus ungerechten Leidenschaften ent-stehen, nicht sehr nützlich, daß man darauslernen kann, wie man sie vermeiden soll?

2.) Es ist bey einem Schriftsteller sehrviel daran gelegen, daß er einen gewissenGesichtepunct faßt, damit er wisse, wo erseine Geschichte anfangen, und wie weit erin derselben gehen solle. In diesem Stückeist Herodotus außerordentlich glücklich ge-wesen. Er erklärt gleich anfangs die Ursa-che des Kriegs, welchen die Perser Grie-chenland ankündigten, welche nichts an-ders, als das Verlangen war, sich wegeneines gewissen vor mehr als zwey hundertJahren erlittenen Unrechts * zu rächen;Und die Erzählung hiervon endiget er durchdie exemplarische Bestrafung der Barbarn.Die E' oberung von Troja konnte aufs höch-ste der Vorwand dieses Kriegs seyn: Undwie schlecht war auch selbst dieserVorwand!Die Ursache desselben war ohne Zweifel derEyrg-rz der Könige vonPersien, und dieBegierde, sich an den Griechen, wegen derHülfe, zu rächen, welche sie den JonieM

geleistet

* Dieses war die von den Griechen verursachte Er«oberuna und Zerstörung von Troja , welcheStadt mit den Persern in Bündnissen stand.