! Geschichtschreibern. 265
lichenRegeln der Staatskunst, und der gründ-j liehen Betrachtungen eines Mannes, der aus' einer natürlichen Neigung gegen das allge-! merne Beste, sein Hauptstudium daraus ge-^ macht hatte, der seit so vielen Zähren in diewichtigsten Geschaffte verwickelt gewesenwar, der selbst regiert hatte, und über dessen> Regierung man so zuftieden gewesen war!
^ Dreses sind die vornehmsten Verdienste desl Polybius, und dasjenige, was ein Leser' von guten Geschmacke hauptsächlich in dem-selben suchen muß. Denn das muß maneinräumen, die Betrachtungen (ich verstehedie Betrachtungen eines so vernünftigenI Mannes als Polybius war) sind die Seeleder Historie.
^ Man macht ihm einen Vorwurf, wegenseiner Ausschweifungen. Ich gestehe es, siesind lang und häufig: Allein sie sind auchmit so merkwürdigen Begebenheiten, und mitso nützlichen Lehren angefüllt, daß man ihmnicht allein diesen Fehler, wenn es ja einerist, vergeben, sondern ihm auch noch deswe-gen Dank wissen muß. Ueberdieses mußman sich erinnern, daß sich Polybius vor-genommen hatte, die Universal-Htstorie seinerZeit zu schreiben,wie man aus demTttel seinesWerks sehen kann, und dieses muß zur Recht-fertigung seiner Ausschweifungen genug seyn.
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