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266 Von griechischen.
, Dionysius von Halicamaß, ein sehr be-rühmter Kunstrichter des Alterthums, fälltvon unsern Geschichtschreiber ein Urtheil,welches ihm selbst, in Ansehung der Critiksehr verdächtig machen muß. Er sagt rundund ohne Umschweife heraus, daß die größteGedult bey Lesung des Polybius ermüdenmüßte: Und die Ursache die er davon anführt,besteht darinnen, daß dieser Schriftsteller vonder Anordnung der Wörter nichts verstände.Er hätte es also lieber gesehen, wenn er indieser Historie zugeründete abgemeßne, undwohlklingende Perioden gefunden hätte, sowie er sich selbst in der seinigen macht, wel-ches doch ein Hauptfehler bey Verfertigungeiner Historie ist. Eine kriegerische ungekün-stelte, und nachläßige Schreibart vergiebtman einen Schriftsteller, wie der unsrige ist,sehr leicht. Er ist weit aufmerksamer aufdieSachen, die er vortragt, als auf die Wen-dungen, und auf den Ausdruck bey denselben.Ich trage also kein Bedenken, dem Urtheiledieses Rhetors das Urtheil des Brutusvorzustehen, welcher bey Lesung des Poly-bius so wenig verdrießlich ward, daß er sichvielmehr beständig danut beschässtigte, undin seinen N benstunden Auszüge darausmachte. Noch vor dem Tage, da die be-rühmte Schlacht bey Pharsalien vorfiel,
traf