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VorL.G.
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272 Von griechischen
Dionysius von Salrcarnaß.
Der Geschichtschreiber, von welchem wirreden, sagt uns selbst in der Vorrede zu lei-sem Werke, wie wenig von seiner Personund von seiner Historie bekannt sey. Erwar von Halicarnaß, einer Stadt in Ca-rlen in Kleinasien, aus dem Vaterlandedes grossen Herodotus. Sein Vater hießAlexander, von welchem man aber sonstnichts weis.
> Er landete in der Mitte der hundert undsieben und achtzigsten Olympiade in Italienan, gleich zu der Zeit, als Cäsar Augnstusdes bürgerlichen Kriegs wider den Anto-nius ein Ende machte. Er blieb zwey undzwanzig Jahre zu Rom, und wendete dieseZeit daselbst dazu an, daß er die lateinischeSprache nach der genauesten Richtigkeitlernte, sich von der Litteratur und von denSchriften der Römer unterrichtete, und sichbesonders mit dem größten Fleisse nach demerkundigte, was mit dem Werke, das er imKopfe hatte, in einiger Verwandtschaftstand: Denn dieses scheint der Bewegungs-grund seiner Reise gewesen zu seyn.
Um sich desto eher in Stand zu setzen, sei-ne Absichten zu erreichen, richtete er mit dengelehrtesten Leuten zu Rom eine genaue
Freund-