Band 
Zwölfter Theil.
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Geschichtschreibern. 317

stn, und daß er die Lebensart seines Vaters> ergriffen hat. Er ist durch die acht Bücher,die er uns von der Historie der Kayser, vondem Tode des Marcus Aurelius an, bisauf den Tod des Maximus und des Bal-biuö verfertiget hat, sihr bekannt geworben.Er versichert uns selbst/ daß die Historiedieser sechzig Jahre, die Historie seiner Zeit,

I und derer Begebenheiten wäre, welche erselbst gesehen hätte. Er war in verschiednenBedienungen bey Hofe und bey der Policeygebraucht worden, daher hat er auch an ver-schiednen Begebenheiten, die er erzählt, silbstTheil genommen.

Von seiner Historie fällt Photius einsehr vortheilhaftes Urtheil. Denn er sagt,j daß seine Schreibart deutlich, erhaben undangenehm wäre, daß er in seinen Ausdrü-. cken eine grosse Mäßigkeit und Bescheiden-^ heil beobachtete, und unter der gezwungnenZierlichkeit derer Scribenten, welche vor na-türlichen und ungekünstelten Schönheiteneinen Eckel hätten, und der niedrigen undkraftlosen Schreibart dererjenigen, die sicheine Ehre draus machten, alles was in derKunst zu schreiben fein ist, nicht zu wissen,oder zu verachten, das Mittel hielte; daßer durch üb-rflüßige Reden keine falschenZierrathen suchte, und doch auch nichts nö.

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