l Geschichtschreibern. 329
besonders, und ihm nur allein eigen ist. Er
> verlaßt den gemeinen Weg, ohne sich zu! verirren, und geht, so zu sagen, nur auf! Fußsteigen, welche ihn geschwinder zu seinen
! Ziele führen. Es scheint, als ob er nicht,
, wie andre Menschen dachte, und gleichwohlI nimmt er alle seine Gedanken aus der ge-sunden Vernunft her. Seine Begriffe sindnatürlich und vernünftig, aber so natürlichund vernünftigste auch sind, so haben sie dochnoch allezeit den Vortheil, daß sie neu sind.
Man weis nicht, was man in diesemvortreflichen Schriftsteller am meisten bewun-dern soll, ob seine Beschreibungen, oderseine Abbildungen, oder seine Reden: Dennin allen diesen Theilen ist er auf gleiche Art, glücklich, und man sieht nicht, mit was für' Grunde der altere Smeca, oder vielmehr. Caßius Severus , dessen Meynung er an-
> führt, hat sagen können, daß man die Re-den des Sallustius blos aus Liebe zu sei-nen Historien ertragen könnte : In konoremkissoriarum legunrur. Sie sind von einerStärke, Lebhaftigkeit, und Beredsamkeit,zu welchen man nichts hinzusetzen kann. Esist sehr wahrscheinlich, daß an besagtem Ortenicht von denen Reden, welche Sallustiusin seine Historie eingeschaltet hat, die Redeist, sondern von denen, die er in dem Rathe
L 5 hielt,