Geschichtschreibern. Z87
ihn, wegen seiner Redlichkeit, wegen seinerguten Aufführung, wegen seines Fleisses inden Wissenschaften, und wegen seiner Ge-lehrsamkeit lreben. Er leistete ihm auchverschiedne gute Dienste.
Sueton verfertigte sehr viele Bücher,welche beynahe alle verlohren sind. Wirhaben nicht mehr, als seine Historie von denzwölf ersten Kaysern, und einen Theil seinerAbhandlung von berühmten Sprachlehrernund Rhetorn.
Diese Historie wird von den Gelehrtensehr hoch gehalten. Sie geht weit wenigerauf die Angelegenheiten des Reichs, alsauf die Personen der Kayser. Man lerntaus derselben ihre Pnvathandlungen, ihret Aufführung zu Hause, und ihre guten undbösen Neigungen kennen. Sueton kehrtsich nicht an die Ordnung der Zeit, und nie-mals ist eine Historie von Jahrbüchern mehrunterschieden gewesen, als diese. Er bringtalles unter gewisse Hauptcapitel. SeineSchreibart ist sehr natürlich, und man siehtwohl, daß er sich mehr um die Wahrheit,als um die Beredsamkeit bekümmert hat»Man wirft ihm mit Rechte vor, daß er seinerFeder zu viel Freyheit gelassen hat, und daßer in seinen Erzählungen eben so frech, undso wenig vorsichtig ist, als die Kayser, derenBh r Ge-