Band 
Zwölfter Theil.
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4-18 Von griechischen Rednern»

ner Stimme verweigerte, durch die Hülfeseiner Hand und seiner Feder zu ersetzen.Er legte sich also mit grossem Fleisse auf dieAusarbeitung gewisser Reden, wählte sichaber zu seinen Materien nicht, wie die mei-sten Sophisten, zweydeutige und unnützeFragen oder Abhandlungen, welche nur eineleere Neugier stillten, sondern gründlicheund wichtige Wahrheiten, welche dieResgierungs- und Staatökunst betrafen, undwelche den Republiken und so gar den'Für-sten eben so nützlich seyn konnten, als Pri-vatpersonen. Durch solche Arbeiten suchteer sich zugleich einen Ruhm zu erwerben, weiler sich vornahm, seine Aufsätze allezeit mitder gehörigen Anmuth auszuschmücken.Jsocrates meldet uns selbst in der Vorredeeiner seiner Reden, daß dieses seine Absichtengewesen wären.

Er übte sich auch in Verfertigung gericht-licher Reden für diejenigen, welche derglei-chen brauchten. Dieses war in den damah-ligen Zeiten so ziemlich gebräuchlich, ob esgleich wider die Einrichtung der Gesetze war,welche, wie ich bereits angemerket habe,ausdrücklich verlangten, daß sich die Par-theyen selbst, ohne fremde Hülfe vertheidi-gen sollten. Da ihm aber diese Redenselbst, wegen Verletzung des Gesetzes, Hän-del