Von der Philosophie. 587
ren Ursprung zu danken hat, so will ich siedoch hier nur in so fern betrachten, als siein Griechenland erschienen iß, welches ihreinen neuen Glanz gegeben hat, und, so zu' sagen, die allgemeine Schule derselben ge,
! worden ist. Wir finden hier nicht bloß ei-! mge Privatpersonen, die hier und da m ver-l schiednen Ländern verstreut leben, die dannund wann einen glücklichen Schwung war, gen, und durch ihre Schriften und ihren> Ruhm em blendendes, aber auch kurzes undflüchtiges Licht ausbreiten. Griechenlandhat, durch ein besondres Vorrecht, wäh-rend einer langen unterbrochenen Reihe vonj Jahrhunderten, eine Menge, oder, besserzu sagen, ein Volk von Philosophen in fei-! uem Schoosse ernähret und gebildet, die sichbloß mit der Untersuchung der Wahrheit be-schäftigten, von denen viele aus eben dieserAbsicht ihren Gütern entsagten, ihr Vater-land verliessen, lange und beschwerliche Reisenvornahmen, und ihr ganzes Leben bis zu ei-nem hohen Alter mit Studiren zubrachten.
Kann man wohl glauben, daß dieser sobeständige und dauerhafte Zusammenflußvon gelehrten und arbeitsamen Männern, ineinem einzigen Lande, nur die Wirkung desZufalls, und nicht einer besondern Vorse-hung gewesen sey, welche diese lange Reihe
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