Band 
Zwölfter Theil.
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59^ Von-er Philosophie.

Leute , die damals lebten, zu Nutze zu ma-chen, that er vi le Reisen, nach der Ger ^wohnheit der Alten: Zuerst nach der In-sel Creta, darauf nach Phoemcien, undendlich nach AegyptM, wo er die Priesterin Memphis zu Rath- zog, die mit außer-ordentlichem Elfer die hohem Wissenschaftentrieben. Er lernte unter diesen grossen Lehr-meistern die Geometrie, die Astronomie,und die Philosophie. Ein Schüler von die-ser Art ist nicht lange ein Schüler. UndThales eilte auch sehr bald von ihrem Un-terrichte zu eignen Entdeckungen. SeineLehrmeister zu Memphis lernten von ihmdie Kunst, die fast unermeßlichen Pyrami-den , die noch stehen, richtig zu messen.

Aegypten ward damals von Amasts re-giert, einem Prinzen, der die Gelehrsamkeitliebte, weil er selbst sehr gelehrt war. Erharre für die Verdienste des Thales alle dieHochachtung, die er ihnen schuldig war, undgab ihm öffentliche Merkmale davon. Aberdieser Griechische Weltweise, der die Frey-heit unv Ununterwürfigkeit liebte, hatte nichtdie Eigenschaften, die er brauchte, sich beyHofe im Ansetzn zu erhalten. Er war eingrosser Sternseher, ein grosser Meßkünstler,ein grosser Weltweiser, aber e«n schlechterHofmann. Die gar zu freye Art, womit

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