Band 
Zwölfter Theil.
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Von der Philosophie. 623

gis unterrichten zu lassen; er wurde aber> durch den Krieg, der Asien damals beun-^ ruhigte, daran verhindert.

Wie er nach allen diesen Reisen, wo ereinen unendlichen Schah von den auserle-sensten Wissenschaften gesammelt hatte, insein Vaterland zurück kam, so ließ er sich vorAthm in der Vorstadt nieder, welche mandie Academie heist, und von der wir schongeredt haben. Da gab er seinen Unterricht,und da bildete er so viel vortrefflicheSchüler.

Plato machte sich ein Lehrgebäude, daßaus dreyer Philosophen Meynungen zu-sammengesetzt war. In den natürlichen undsinnlichen Dingen folgte er dem Heraclit.Das ist, er glaubte, wie Heraclit, daßnur eine Welt wäre; daß alle Dinge aus^ ihrem Gegentheile entstünden; daß die Be-' wegung, die er Krieg nennt, die Dinge her-vorbrächte, und die Ruhe sie auflößte.

In den Vernunftwahrheiten oder indem,was wir die Metaphysik nennen, folgte erIt dem Pythagoras : Das ist, er lehrte, wie^ dieser Philosoph, daß nur ein GOtt sey,von dem alle Dinge ihren Ursprung haben;i daß die Seele unsterblich sey; daß die Mens^ schen alle ihre Kräfte anstrengen müssen, sichj von ihren Leidenschaften und Lastern zu rei-nigen,