Von der Philosophie. 627
seinen vortrefflichen Charakter, durch seineunveränderliche Liebe zu seiner Person, durchseinen außerordentlichen Geschmack an derPhilosophie, durch seine sonderbaren Eigen-schaften des Verstandes und des Herzens,und durch seine grossen und heroischen Tha-! ten, die er verrichtete, um seinem Vaterlan-! de die Freyheit wieder zu geben.
Nach Platons Tode theilten sich seine Arr.' Schüler m zwo Secten. Die ersten fuhren LmaA.fort, in der Academie zu lehren, von der sie „'As'den Namen behielten, die andern führtenihre Schule ins Lycaeum , einen Ort inAthm , der mit bedeckten Spatziergänqenund Gärten geziert war. Sie wurden Pe-ripatetiker genannt, und ihr Haupt wars Aristoteles. Diese beyden Secten warennur, dem Namen nach, unterschieden,und^ in den Meynungen mit einander einig. Sie
hatten beyde die Gewohnheit und die Regeldes Socrateö verlassen, welcher nichts mitGewißheit behauptete, und sich im Dlsputisren nur zweifelhaft erklärte, ohne etwas zu^ entscheiden. Ich will von den Peripattti»
- kern im folgenden reden, wenn ich erst m wer-! nig Worten die Geschichte derer Philosophenerzählt haben werde, welche in der Akademie! ihre Wohnung aufschlugen.
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