Band 
Zwölfter Theil.
JPEG-Download
 

Von der Philosophie. 727

j ten, daß sie sich derselben unterwarfen. UnsE terdessen waren unter diesen weichlichen undüppigen Bürgern doch einige rechtschaffne' Leute, welche ihre Reichthümer sehr gut an-H wendeten, wie ich an einem andern Orte ge-zeigt habe.

Das Ansehen, welches sich Empedokles U».in Agrigent erworben hatte, diente ihm zunichts weiter, als daselbst den Frieden undeine gute Ordnung, so viel er konnte, regie-ren zu lassen. Man trug ihm die obersteGewalt an, welche er standhaft ausschlug.

Seine vornehmste Sorge war, die Uneinig-keiten aufzuheben, welche beständig unterden Agrigentinem herrschten, und sie zuüberzeugen, daß sie sich alle nicht anders an-sehen müßten, als Leute, die einander allegleich wären, und mit einander nur eineFamilie ausmachten. Hernach richtete erA»».«»-seine Gedanken darauf, wie er den Ueber pA.,-6.muth der Vornehmsten in der Stadt unter-drücken, und verhindern wollte, daß derallgemeine Schatz nicht unnütz verschwendetwürde. Seine eignen Einkünfte aber wen-dete er dazu an, daß er Töchter, die keineAussteuer hatten, verheirathete.

Die Gleichheit unter den Agrigentinem Nr.so sehr, als es ihm möglich war, einzufüh-ren, ließ er den Rath eingehen, welcher ausZz 4 tausend