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Arhen.kibp. 6ro.
728 Von der Philosophie.
tausend Bürgern bestand, die immer vonden reichsten genommen wurden. Er ließdie Gewalt dieses Raths nur drey Jahredauren, da sie vorher beständig gedauerthatte, und brachte es dahin, daß in dem-selben auch das Volk kommen konnte, oderwenigstens diejenigen aus demselben, die ge-neigt waren, es mit der DemokratischenRegierung zu halten.
Wenn Empedokles in die OlympischenSpiele gieng, so redete man von nichts, alsvon ihm. Seine Lobsprüche waren die ge-wöhnliche Materie der Gesellschaften. Eswar eine alte Gewohnheit, die Verse dergrossen Poeten, zum Exempel die Verse Ho-mers, Hesiodus, Archilochus, Mim-nermaus, Phocylides und andrer öffent-lich abzusingen. Man erwies diese Ehreauch den Versen des Empedokles. DerSänger Cleomenes sang in den Olympi-schen Spielen die Reinigungen , ein mora-lisches Gedicht unsers Philosophen. Es be-stand aus drey tausend Hexametern, undhandelte von den Pflichten des bürgerlichenLebens, dem Gottesdienste, und der Sit-tenlehre. Man nannte dieses Gedicht also,weil es die Mittel zeigte, wie man die Seelereinigen und vollkommen machen sollte. Man
glaubt,