Band 
Zwölfter Theil.
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Von der Philosophie. 74z

Ob er gleich nicht der Erfinder von dieserArt zu philosophiren ist: so führt sie nichtsdestoweniger seinen Namen. Die Kunst, überalle Dinge zu disputiren, ohne eine andreParthey zu ergreifen, als diese, daß mansein Urtheil verschiebt, wird der Pyrrho-nisnms genennt. Die Schüler des Pyrrhonannten sich auch Sceptiker, von einemgriechischen Worte, welches so viel bedeutet,als betrachten, untersuchen. Denn hier-auflief endlich ihre ganze Arbeit hinaus.

Die Gleichgültigkeit des Pyrrho war er-viss.staunlich, und wenn alles wahr ist, was^'"'Diogenes Laertius davon erzählt, so giengsie bis zur Raserey. Nach dem Berichtdieses Geschichtschreibers, zog er niemalseine Sache der andern vor, ein Wagen undein Abgrund konnten ihn nicht bewegen, ei-nen Schritt zurück oder seitwärts zu thun,und seine Freunde, welche ihm nachfolgten,mußten ihm oft das Leben retten. Unter-dessen nahm er doch einmal die Flucht, um s-b.präp!sich vor einem Hunde in Sicherheit zu stel-,^"^'len, der ihn verfolgte. Als man ihn wegendieser Furcht aufzog, welche seinen Grund-sätzen entgegen, und einem Philosophen un-anständig war, so gab er zur Antwort:

Es ist schwer, den Menschen ganz abzu-legen.

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