Band 
Zwölfter Theil.
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752 Von Der Philosophie. ^

geschlagen. Ich will nicht einmal seiner Las -ster und seiner Leidenschaften gedenken, wel-'che ihn entehren, erniedrigen, und ihn zu-weilen unter die Thiere herunter setzen, wel-chen er durch seine unedlen Neigungen näherkömmt, als dem Menschen.

Die Unwissenheit dieser beyden Zustandehat die Philosophen auf zween gleich unge-Alnrip-S reimte Abwege verleitet. Dle Stoiker, wel-Tom. i. che sich aus ihrer eingebildeten Weisheit ei-^ ^ nen Abgott gemacht hatten, flößten demMenschen lauter hohe Gedankt n em: Unddie schicken sich nicht zu seinem Zustande. DieEpicuräer, welche ihn erniedrigt hatten,indem sie ihn zur Materie machten, flößtenihm lauter niedrige Gedanken ein: Und dieschicken sich zu seinem Zustande eben so wernig. Die Philosophie war nicht fähig,zweyDinge zu unterscheiden, welche einander sonahe, und zu gleicher Zelt so entfernt voneinander sind: so nahe, weil sie in dem Zu-stande des Menschen zusammen verbundenwaren; und so entfernt, weil sie vermögeihrer Natur zu ganz von einander unterschled-nen Zuständen gehörten. Ein solcher Unter-scheid war nicht vor JLsu Christo gemacht,oder vielmehr nur von ZEsu Christo selbst.Vor ihm kannte sich der Mensch nicht, undkonnte sich auch nicht kennen. Seine Lehr-meister