Don der Philosophie. 75z
Meister betrogen ihn immer, indem sie ent-weder einem Hochmuth schmeichelten, densie hätten unterdrücken sollen, oder ihn nochniederträchtiger machten, da sie ihn hättenerheben sollen. Ich lerne daraus, wie noth-' wendig mir die Offenbarung war, und wiekostbar das Geschenk des Glaubens in mei-nen Augen zu seyn verdient.
! Es ist wahr; die Art, wie sich die Sünde
^ Adams bis zu mir fortgepflanzt hat, ist voll' Dunkelheit. Aber aus diesem einzigenPuncte, der mit Finsternissen bedeckt ist,geht das Licht aus, welches alles hell macht,und alle meine Schwierigkeiten zerstreut.
> Ich will mich also im geringsten nicht wei-gern, eine einzige Sache zu glauben, derenGlaube dadurch vergolten wird, daß ich soviele andre verstehen lerne. Ich will meineVernunft lieber einem einzigen Artikel un-terwerfen , den sie nicht begreift, aber deroffenbart ist; als sie durch unzählige andrebeunruhigen, die sie eben so wenig begreift,aber deren Untersuchung die göttliche Offen-barung ihr nicht untersagt, und derenSchwierigkeiten sie doch auch nicht aus demWege räumt.
RollinList.XN.Tb. BSb Zwey-