Band 
Zwölfter Theil.
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Von der Philosophie. 801

LuciusThorius Balbus von Lanuvium,einen von den geübten und feinen Wollüst-lingen , welche es sich zum Geschäffte undVerdienste machen, über alles, was Er-getzlichkeit heißt, nachzugrübeln. Er warin Ansehung des Gegenwärtigen ohne allenVerdruß, und in Ansehung des Zukünfti-gen ohne alle Unruhe. Er war nicht so un-vernünftig , daß er sich der Unmäßlgkm imEssen und Trinken, oder den andern grobenErgetzlichkeiten überließ; sondern er trug im-mer Sorge für seine Gesundheit und für ei-nen gewissen Wohlstand, und führte ein an-genehmes und weichliches Leben. Er ver-sammlete täglich eine Gesellschaft von auser-lesenen Freunden bey sich, hielt täglich eineTafel, welche mit den besten und ausge-suchtesten Gerichten besetzt war, und versag-te sich nichts, welches den Sinnen schmei-cheln konnte, oder zu den Vergnügungen ge-hörte, ohne welche Epicuv nicht begreifenkonnte, was das höchste Gut wäre. Miteinem Wort, er suchte überall, so zu reden,eine zarte Blume der Freude und Wollustabzubrechen, und sein blühendes Gesichtzeigte, wie reich er an Gesundheit und Stär-ke war. Siehe, sagt Cicero , indem er sichzum Torquatuö wendet, das ,st ein Mann,

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