Von Der Philosophie. 811
genb. Da * unterdessen der Schmerz sehrheftig ward, und mit seinen Martern seinen! ganzen Leib einnahm, wiederholte er oft:
' Du wirft nichts ausrichten, o Schmerz!
Du magst auch noch so grausam unDheftig seyn; ich werDe Doch nicht beken-nen, Daß Du ein Uebel seyst.
Etn andrer Stoiker war aufrichtiger. Jbid.n.6-; Ich meyne den Dionysius von Heraklea,i einen Schüler des Zeno, dessen Lehren erlange und mit vielem Eifer vertheidigt hatte.
Als er ** von den Steinschmerzen geplagtward, welche ihn zwungen,laut zu schreyen,erkannte er die Falschheit alles dessen, wasi man ihm vom Schmerz gelehrt hatte. Ichhabe, sagte er, viele Jahre mit Erler-l nung Der Philosophie zugebracht, undl kann Doch Den Schmerz nicht ausstehen,l Der Schmerz ist also ein Uebel.
! Es
* Lumc^ue ei üices cioloris acimoverenrur,sgepe (.üxic:
** (^um ex rcniku8 I^bor^i-er, i^lo in ejulnrucl^mirabgr, tslia esle illa, sutes c!e
liolorc ip5e senliüer.-s-r-
(clolorem ) e//