Band 
Zwölfter Theil.
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Von der Philosophie. 817

satzes vom höchsten Gut des Menschen. Sogut und richtig dieser Lehrsatz auch m einemVerstände ist: So zogen sie doch eine sehrböse Folge daraus. Sie gaben vor : *Man müßte das höchste Gut des Menschenin keines von den Dingen setzen, die manihm wider seinen Willen nehmen könnte, undwelche nicht in seiner Gewalt wären; sondernallein in der Tugend, welche einzig in sei-. ner Macht steht, und die ihm keine fremde' Gewalt entreißen kann. Es war sehr of-fenbar, daß die Menschen die Gesundheit,die Reichthümer, und andre Vortheile vondieser Art sich sebst weder geben noch erhal-ten konnten. Deswegen wandten sie sich zuden Göttern, um dieselben zu erlangen, oderihren Besitz zu erhalten. Diese Vortheilekonnten also kein Theil von dem höchsten Gutdes Weisen ausmachen. Die Tugend al-lein hatte dieses Vorrecht, weil der Menschvollkommen über dieselbe zu gebieten hat,und sie nur von seinen eignen Reichthum

nimmt.

* bloc clsbltls, vc opinor, 6 6c sllljuic!cüe desrum, ici oporcere rocum poni in po-reKare tä^iencis. IVam 6 amicri vitL bearaporeK, desra eile non poceK.

Deknüb.Iib. r. n. 86.

RollinList.XH.TH. Fff