Band 
Zwölfter Theil.
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824 Von der Philosophie.

Die Absicht der Regierung ist, die Un-terthanen glücklich zu machen, indemman sie tugendhaft macht.

Die erste Sorge eines jeden Mannes,welchem dre Aufführung andrer anvertrautist, nehmlich eines jeden, der zur Herrschaftbestimmt ist, eines Königes, Prinzen, Ge-nerals , Ministers, Statthalters, einerObrigkeitlichen Person, eines Richters,Hausvaters, die erste Sorge eines jeden,der einige Gewalt hat, von welcher Art sieauch seyn mag, ist die, daß er die Absichtrecht fest setzet, welche er bey dem Gebrauchdieser Gewalt vor Augen haben muß.

In Alcib. Was ist der Zweck eines Mannes, demdie Regierung einer Republik aufgetragen5.p. ?<-.' jst ? Es ist nicht der, sagt Plato an m hrals einem Orte, daß er sie reich, begütertund mächtig macht; daß er ihr einen Ueber-fluß an Gold und Silber giebt; daß er ihrGebiet weit ausbreitet; daß er Flotten undzahlreiche Armeen unterhält, und sie da-durch zur Herrscherinn zu Lande und Meermacht. Man kann leicht sehen, daß erAthm meynet. Er hat einen grossem undbessern Zweck vor Augen, er sucht sie glück-lich zu machen, indem er sie tugendhaftmacht; und sie kann nicht tugendhaft seyn,