Band 
Zwölfter Theil.
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Von der Philosophie. 845

sind allezeit unendlich weit von der reinen undwahren Tugend entfernt. Denn sie grün-den sich nicht auf ihren Grundsatz, und ihreWurzel ist die Begierde, das ist, der Hoch-muth und die Eigenliebe, k.aäicaracupi6ira8: 1pecie8 poress eile bonorumkaäorum, vere bona Opera eile nonpollunr. Man beurtheilt dre Wurzel nichtnach den Zweigen, sondern die Zweige nachder Wurzel. Die Blüthen und selbst dieFrüchte kennen sich gleich zu seyn scheinen;aber die Wurzel ist sehr verschieden.accerulere, ^uo6 siorec tori8 , le<ä c^uaeraäix eil iurerna. Man verdammt an die-sen Handlungen nicht dasjenige. was an ih-nen würkliches, sondern dasjenige, was anihnen fehlerhaftes ist. Nicht dasjenige,

! was sie haben, macht sie lasterhaft, sondernl dasjenige, was ihnen mangelt. Ihnenj mangelt aber dre Liebe; ein unschätzbaresGut, welches durch kein anders ersetzt wer-den kann, und welches ausser der Kirche undder wahren Religion nicht gefunden wird.Wir sehen auch, daß kein einziger unter denHeyden die Liebe gegen GOtt zum Grund-^ satze seiner Moral gemacht hat, ob sie gleichsonst vortreffliche Regeln von den Pflichtendes Menschen in Absichtausdre andern Men-schen festgesetzt haben. Kein einziger hat

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