Band 
[Theil II.]
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l. Von der Bildhauerkunst. 5 z

dichte abzusingen, und eine freywillige Blindheitauszudrücken scheint.

Wenn man mit allerhand Köpfen von GypSversehen ist, so lässet sich anstatt dieser obigen leichteine Wahl treffen, den Schüler auf gute Wegezu führen. Moderne Arbeiten wollte ich niemalsanrachen, weil sie gemeiniglich selbst nur vonSchülern verfertiget worden; doch giebt es aberauch manche vortreffliche Muster darunter.Wenn gemeldete aneigne drey Köpfe, oder andredergleichen abgebildet wären; so könnte der Schü-ler desto sicherer weiter gehn, und andre Köpfekopiren, die man zu Rom in den Palästen so wohl,als heute im Capitolio häufig findet. Wer Romdieser Künste wegen besucht, muß hauptsächlichin den Palästen Colonna, Farnese, fudovisi, Me-dicis, Cesi, Borghese, Mathei, Pamphili,Giustiniani, und andern sich umsehen, und sich umdie Gypse bewerben. Ich kann hier nicht unan-gemerkt lassen, daß selbst im Vaterlande unzähligeantique Köpfe von Gyps angetroffen, und deswe-gen, weil sie nur von Gyps sind, wenig geachtetwerden; ob sie schon zum Studiren weit geschick-ter sind, als die Originale, wie ich bereits ander-wärts erwiesen habe.

§- ^

Von der Nothwendigkeit, die Köpfe vorzüg-lich gut zu machen.

Die Köpfe gut zu bilden, ist ein Stück vonsolcher Wichtigkeit, daß man davon nicht genugD z Regeln