I. Von der Bildhauerkunst. 57
nung der Ohren und ihren Platz, die Kruspel, dasHalsgrübchen und die Kehle. Man entdeckt«uch gleich einen großen Theil der Bildung unddes Ansehens des Portraits.
Gleichwie aber die Nase der erste Theil derArbeit ist; so muß sie hernach auch der letzte seyn,welchen man am Ende aller Bemühung völligausarbeiten muß; denn die Nasenlöcher darf mannicht eher formiren, als bis alles andre vollen-det worden, weil sie ein erhabenes und hohlesWesen, und aus dem Grunde zerbrechlich sind-.
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Von dem Schönen und Leichten in der Aus-arbeitung eines Kopfs.
Wenn sich endlich die Nase auf ermeldeteWeise darstellt; so erlangt der Kopf schon ein ge-wisses bedeutendes Ansetzn, und eine Leichtigkeit,welche, so bald man mit einem gewissen Schwunganfängt die Wangen seitwärts zu formen, sichaugenscheinlich äußert und vermehrt. Dieses ge-schieht, wenn man von den Nasenlöchern bis anden Ort, wo die Augcnbraunen aus dem Schlafewachsen, und von den Nasenlöchern bis an denOrt, wo das Kinn anfängt, Stein wegnimmt.Dieser Schwung, oder die Gestalt der Wangen,ist eine der wichtigsten Arbeiten im ganzen Ange-sicht. Die Regel, die Wangen zu formen, be-steht darinn, daß man unter der Nase und un-.ter dem Ohr eine gerade,Linie zieht, diese m .7 ey
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