Band 
[Theil II.]
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82 I. Von der Bildhauerkunst.

gewaltsam und sehr weit aussperren, ohne, daßsie sich dabey erinnern, auf das Antique zu geden-ken, oder dasselbe nachzuahmen.

§. Zl-

Von den Abbildungen oder Portraiten.

Wenn wir die Gottheiten des Alterthums,nämlich die Venus, die Pallas, die Juno, denMars, Saturn und andre irrende Planeten, auchdie Meer-Erden und unterirdischen Götter, die Fi-guren der Heldentugenden, der Städte, wie mansie in den erhabenen Arbeiten des ConstantinischenTriumphbogens sieht, auch die Figur der Victo-ria, welche den siegreichen Trojan krönet, imglei.chen die Fama, die Gloria, die man in verschie-denen Siegesbogen von Marmor sehen kann, undendlich die Porphyre Statüe, welche im Capita-ls zu Rom, und mit einer Kugel in der Handdas Reich der ganzen Welt bedeutet, und dasPferd des Marcus Aurelius bey Seite setzen, undsie alle mit Stillschweigen übergehen; so wird mandoch noch eine große Menge von Porrraiten in derAntiquität und der antiquen Bildhauerey finden.

Dergleichen Portraite bestehen in Kaisernund Kaiserinnen,Monarchen, Consuln, Feldherrn,Rednern, Philosophen, und andern, von denen schonbereits oben verschiedenes gesagt worden. Weilaber nun dieser Theil der Bildhauerkunst, so zusagen, ein Ganzes ausmacht; so ist vonnöthen,daß wir uns hier bey dieser Materie weitlauftiger

aufhal.