Band 
[Theil II.]
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I. Von der Bildhauerkunst, r 09

krümmten Zirkel zu helfen, mithin lasse ich dieVergleichung dieser beyden Arten der Willkührunsrer Künstler anheim gestellt seyn, und will dieseMaterie mit der unten beschriebenen Tabelle be-schließen.

Indessen wird es nun ganz begreiflich, daß,wenn der große Architekt Dinokrateö aus demBerg Akhon Alexanders Portrait gebildet hatte,wie er es ins Werkzu stellen bereit war; solches ohneWunderwerk oder Zauberey hätte geschehen kön-nen. Wenn Alexander es zugelassen, und alleHülfsmittel dazu verschafft hatte, wie es in Ae-gypten bey Erbauung der Pyramiden geschehenist, an welchen viele hundert tausend Menschenarbeiteten; so würde Alexander heute noch viel-leicht dort an den Küsten des makedonischen Meers,anstatt des Berges Athon, den die Türken heute83i6ec!s^,und dieVenetianer monte Lsmo nen-nen, in seiner Abbildung und in seiner ganzen sitzen-den Leibsgestalt von der Welt bewundert werden.Dieser Berg ist heute so stark bewohnt, daß maudarauf vier und zwanzig griechische Klöster findet.

Damit wir aber in dieser ungeheuren Gegenduns nicht verirren; so kehren wir wieder zu un-serm Stäbe zurück.

Wir wissen, daß die Mannichfaltigkeit derStellungen, der Umrisse, und der Gränze einerganzen Statue fast unendlich ist; damit man alsodieselben genau nachahmen könne, so hat man noch