III.
Bon einigen kleinen Werken des
Michelagnolo.
Laicht allein die Natur in ihrer Vollkommen-heit, sondern auch die Verbindung allerVerhältnisse im menschlichem Körper, und dieMannichfaltigkeit der Stellungen, Leidenschaftenund Gemüthsbewegungen waren der einzige Ge-genstand der Arbeit des unsterblichen Michela-gnolo Buonarotti. Dieser unnachahmlicheKünstler trachtete durch seine ganze Lebenszeit, alsein Schüler, als ein Mann, ja so gar als einGreis nichts anders zu schildern, als diese Theileder Kunst. Er übertraf auch darinn alle andresehr weit: und da er sich nur in diese Theile ein-zuschränken schien; so zeigte erden damals nochrauhen und ungebahnten Weg zur großen Ma-nier und zur Zeichnung des Nackenden. Mansieht auch in allen seinen Werken, wie geschickt eralle Beschwerlichkeiten dieser Kunst überwunden,und es darinn auf einen solchen Grad gebrachthabe, daß durch ihn auch die Leichtigkeit in denUmrissen des menschlichen Körpers, seines Lieb-lingsgegenstandes, in den Gang gebracht worden.Dieser allein war sein beständiges Augenmerk, so,daß er sich weder umladen Reiz der Farben, nochum das Eigensinnige, oder um neue Erfindungengewisser Kleinigkeiten und zärtlicher Dinge nie-
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