des Michelagnolo. >47
medes, in seinem Titius, und in allen andernjungen Leuten nirgends erscheinet.
Ich wiederhole es noch einmal: die Kunst,richter und Kenner mögen sagen, was sie wollen,so wird es ihnen doch schwer fallen, diese kleinenBaßirilievi ursprünglich irgend einem andern zu»zueignen, als der unbeschreiblichen Ersindsamkeitdes Michelagnolo Buonarotti.
Ob sie nun gleich Benvenuto Cellink, wieviele sich einbilden, oder ein andrer Goldarbeiteeoder Verschneider hernach aus kleinen oder grös»fern Modellen von Wachs oder Thon in gleicheFormen von Silber getrieben hat, wie man sieim großherzoglichen Schaß zu Florenz noch heutesehen kann, so vermindert dieses weder ihrenWerth, noch ihre Kostbarkeit und Kunst; obman schon dem Künstler dieser Silberarbeit dasbesondre Lob nicht absprechen kann, welches Mi»chelagnolo selbst von ihm ausgebreitet hat: daßnämlich dergleichen Arbeit niemals gemacht wor-den, auch zu keiner Zeit mehr würde verfertigetwerden. Er konnte dieses kühnlich sagen; denner selbst verwunderte sich über seine eigene Iu-gendsrudien, wenn man sie ihm nach vielen Iah«ren vor Augen brachte: um so viel mehr hattenauch das größte Recht, darüber ein so großes Lobauszubreiten, als er sie so glücklich und unnachahm-lich in Silber verwandelc zu sehen bekam. Da nunMichelagnolo ein sonderbarer Kennet seiner Be-mühungen war, so konnte er auch um desto mehr,
K - ohne