Band 
[Theil II.]
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einiger Kunstregcln für junge Maler. 15 Z

lichkeiten würden ihm in die Augen gefallen seyn,und er hatte sie mit Freuden überwunden.

Die Anlage des Gemäldes, die correcte, un-fehlerhafte Zeichnung, die Geberden, dasLuftper-spectivwesen, die Gebäude, Vergüte Anstand,die Anmuth in den Köpfen, der Ausdruckaller Gesichtszüge, die Verkürzungen, diefliegenden Gangen der Umrisse, die Contraste oderGegensätze, die Vereinigung der Körper und ihrerGliedmaaßen sind Dinge, ohne deren Kenntnißnichts Tüchtiges ans Licht treten kann.

Geschickten, ämsigen, mit dem Pinsel schonbekannten, und durch das viele Lesen zu sehr ver-hinderten und beschäfftigten Schülern zum Nu-tzen und Unterricht will ich also hier nur einigekurzeBeobachtungen hersetzen, welche ihnen den Wegzu ihrem Endzwecke verkürzen, erleichtern und ihnbeleuchten können. Ich verlange von ihnen kei»nen Dank, sondern befriedige mich, wenn ich siemit der Zeit in die Fußkapfen großer Künstlet tre-ten sehe.

Hier folgen gedachte Sätze und Beobach-tungen, welche ich ihrer sonderbaren Aufmerksatn-keit empfehle.

§. i. So kurze Zeit Rubens auch in Romwar; so unermeßlichen Nutzen schöpfte er ausdem Antiquen und Raphaels Werken. EinigeBlicke auf diese Wundergemälde setzten ihn sosehr in Erstaunen, daß er einen andern Weg

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