verschiedener Gemälde. 977
Also hat Poußill nach mehr als zwanzigJahrhunderten dem Phocwn mehr Ehre erwie-sen, als seine Vaterstadt ihm bey seinem Todedurch das herrlichste Leichengepränge hätte bezeu.gen können.
Das Wasser
in der arabischen Wüsteney.
Dieses Gemälde, welches die Italiäner!'nel ckelerto nennen, ward vom NicolausPoußin seinem Freunde Jacob Srella geschenkt.Die Nachkommen dieses Stella überließen es demDuca di Uzedo. Da nun die Bildersammlungdieses Duca zu Wien öffentlich verkauft wurde;so ist dieses Gemälde meinem Freunde zu Theil ge-worden, und gelehrte Kenner der Kunst nehmenbeym ersten Anblick wahr, daß es Poußins Pin-sel verfertiget habe.
Diese Schilderey stellt die Geschichte des israe-litischen Volkes in der Wüsten vor, da Mosesfeine Zuflucht zu Gott nahm, daß er Wasser ver-schaffen möchte. Daher wird der brennendeDurst des schmachtenden Heeres sehr mannichfal-tig ausgedruckt. Alle Gegenden sind trocken,dürre und wüste.
Rechterhand steigt ein Felsen empor, aufwelchem sich ein verwelktes Gebüsche erhebt.Moses steht hier auf einer Anhöhe in weißer Klei»düng mit einem blauen Mantel, schlägt mit einem
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