Band 
[Theil II.]
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z84 T' Beschreibung

Vergnügen, wie solches der Zuschauer eine»Trauerspiels im griechischen Alterthum empfand,wo alles in Schrecken setzte, und zum Mitleidenbewegte.

Nicht weit von dieser traurigen Geschichteentdeckt man eine Landstraße, auf welcher einWeib diesen erschrockenen Mann erblickt. Siebefindet sich aber in einer Tiefe, und hinter ei-ner Anhöhe, weswegen sie weder den Todten unddie Schlange, noch den Brunnen sehen kann.Der einzige Anblick dieses erstaunten Mannes er-weckt in ihr gleichsam eine neue Art von Schre«cken, also, daß man denselben in den großen undkleinen eintheilen kann. Jener ist stille, unddieser beklagt sich. Der Mann ist unbeweglich,die Furcht des Weibes ist schwacher, und nur inden Verwendungen ihres Angesichtes ausgedrückt.Man nimmt in ihr eine solche Furcht wahr, wel-che bloß Weibern eigen ist, und die man nichtbändigen kann. Das Weib laßt alles an sichspüren, was sie empfindet; sie fallt, sie sitzt, sielaßt alles fallen, und vergißt was sie tragt. Siestreckt die Arme aus, und scheint zu schreyen.Diese verschiedene Furcht und Erstaunung wirddurch ihr Steigen gleichsam zu einem rührendenund gefälligen Spiel.

Linker Hand im Gemälde sind einige altegroße Baume, wie die ältesten Eichen, die mayvorzeiten als La-idesgottheiten verehret hat.Ihre ansehnlichen Stämme haben rauhe höke-richte grobe Rinden. Zwischen diesen Bäumen

sieht