verschiedener Gemälde. z8z
nicht allezeit an ernsthafte Geschichte binden; esbricht aus und ergreift manchmal unversehensGegenstände, auf welche kein Mensch gedachthätte. Beyspiele von dergleichen Erscheinungenhaben wir unzählige, von denen ich nur folgendesanführen und den Schülern zeigen will, daß manaus einer Schlange ein schönes Gemälde an dasLicht und zum Vergnügen der Zuschauer verfer-tigen kann.
Man stelle sich auf der linken Seite des Ge-maldes einen Felsen vor, aus welchem eine Quellevon frischem und klarem Master herabrinnet, wel-ches, nachdem es in seinem Fall einige kleineAufwallungen gemacht hat, durch das Feld weg-fließet. Ein Mensch, der Wasser zu holen an-kam, wird von einer ungeheuren Schlange ergrif-fen, umwunden, geklemmt, vergiftet und er-drückt. Er liegt erstickt, todt und ausgestrecktda. Man sieht die Schwere, die Erstarrungaller Gliedmaaßen, das Fleisch ist welk, und das er-schreckliche Angesicht stellt einen grausamen Tod vor.
Diese klägliche Schilderen wird durch ein an-dres Trauerspiel vermehrt. Ein andrer Menschgeht auf dem Wege zu eben diesem Brunnen, underblickt unvermuthet die Schlange um den todtenKörper; plötzlich erstaunt und erstarret er; dereine Fuß halt im Gehen inne, der Mann erhebteinen Arm, den ändern laßt er abwärts sinken,und beyde Hände öffnen sich vor Schrecken. Die-ser zweyte Gegenstand entzückt, giebt dem Ge-mälde eine Lebhaftigkeit, verursachet auch einiges
Ver-