von mosaischen Gemälden. Z9Z
eronilla vom Guercino Barbieri da Cento, sei.nen heiligen Hieronymus vom DomimchinoZampicrh und seinen heiligen Sebastianus vonEbendemselbigen. Ich übergehe den Lanfran-co, den Poußm, den Mararra, Romanelli,und andre, welche vielleicht von andern spaternachgestochen worden find.
So kunstreich diese Gemälde auf ihrer Lein-wand erscheinen, so vortrefflich glänzen sie heuteim Mosaik, und entzücken das Auge der scharf,sichtigsten Kenner. Das Eolorit ist nach allerRegelmäßigkeit der Kunst ausgedrückt; es istauch so frisch, als wenn es heute erst angelegtwäre; es ist so glühend, so saftig und glänzend, alswenn es mit einem Spiegelglas oder Kristall be-deckt wäre. Die heilige Petronilla habe ich schonin einer Entfernung von roo Schritten bewundert,und auch von Kennern bewundern gesehen. KeinMaler kann sich diese Blätter in seinem Sinnevorstellen, ob er schon einige tausend große Ge-mälde in Deutschland und andern Landern betrach-tet haben mag. Die romanisch - mosaische Ma-lerey macht allen andern den Vorzug streitig.Man mag auch sagen was man will, so bleibt eSdoch allemal ausgemacht, daß das ganze Reich derMalerkunst nirgends als zu Rom seine Beherr-scher findet.
Man stelle sich aber hundertjährige mosaischeMalereyen vor, so wird man sie billig rauh undgrob nennen; andre aber auch mit VerdrußBb 5 ansehen»