Band 
[Theil II.]
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Xk. Nachricht

Es wird heut zu Tage nicht mehr in Abredegestellet, daß die mosaische Malerey den höchstenGrad der Vollkommenheit erreicht habe, welchein gefärbten Glasstücken besteht, die man, wiedie Litlern oder Buchstaben in der Buchdruckerey,zusammen seht.

Ich werde mich gegenwärtig bey den Tem-peln, Gallonen, Cabinetten und Schaben inganz Orient und Italien nicht aufhalten, sondernmich bloß in Nom in der St. Peterskirche umse-hen. Hier beweisen beynahe vierzig Altatbläk-ter, welche fast von gleicher Größe, und bis dreys-stg Schuhe hoch sind, daß es nicht mehr möglichsey, die mosaische Malerey zu einer größer« Voll-kommenheit zu bringen. Sie sind ohne Aus-nahme nach den Gemälden der größesten Meisterabgeschildert, und übertreffen die Urbilder in al-len Theilen der Malerkunst. Jeder Anblick be<zaubert und entzückt den Kenner. Da wir nundieses Vergnügen nicht haben, so müssen wir unsmit Kupferstichen behelfen. Man betrachte siealso, und stelle sich alles größer als daökeben vor;man bilde sich ein, alles sey natürlich colorirt, sohat man von dieser mosaischen Arbeit einigen Be-sass. Zu diesem Ende nehme man die Kupfer-Piche des berühmten Künstlers Jacob Frey vordie Hand, welcher die ihm gefälligsten Altarblat«ter der St. Peterskirche erwählt, und durch sei-nen Grabstichel in Kupfer gebracht hat. Schwer-lich wird man etwas schöners sehen, als seine Pe-

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