Band 
[Theil II.]
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von mosaischen Gemälden. Z9 7

zu erhalten; da man hingegen anderwärts sichnicht scheuet, dergleichen Gemälde durchgängigmir Bürsten und Seife zu flicken, zu saubern undzu zerläsiern. Bianchi brachte mit dieser zwarverdrüßlichen, aber ihm doch angenehmen Arbeitviele Wochen zu. Jeder verletzter Punkt warihm ein Heiligthnm. Seine Bemühung war soglücklich, daß das ganze Gemälde wiederum seineVollkommenheit erhielt.

Christophans betrachtete alles,und bedauerte,daß an diesem Orte das Tageslicht zu seiner Ar-beit zu schwach wäre. Er wünschte das Urbildin einem bessern Licht und bequemern Orte vorAugen zu haben, wo sein Grundstein zur mosai-scheu Arbeit auch hell erscheinen könnte. DerPabst Clemens Xtl, der davon überzeugt war,ließ unverzüglich den Beseht ergehn: Man solledie ganze Mauer hinweg nehmen, und dieselbedahin versetzen, wo und wie es der Künstler Chrirstophans anordnen würde.

Das Gerüste wurde also vor dem Altar auf.gebaut, und auf allen Seiten und Rändern des Ge-mäldes machte man Einschnitte in die Mauer sotief, als man die Dicke derselben beybehaltenwollte. Peter Bianchi bedeckte aber, mit Bey-hülfe andrer geschickter Maler und Arbeiter, dasganze Gemälde mit feinem in Oel getränkten Pa-pier, mit Flanell, Wolle, Matratzen, Stroh undstarken Bretern. Diese wurden durch viele starkeeiserne breite Stangen am Rande bevestiget, daß

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