von mosaischen Gemälden. Z99
zerstammten Rücken mit Malter angeworfen, mitstarken Bretern und eisernen Stangen vestzusam-wen gebunden, mithin vor aller Gefahr zu zer-brechen versichert. Wie sie nun dort lag, sowurde sie seitwärts aufgehoben, und auf den rech-ten Seite»wand aufrecht auf Bäume gestellt.Diesi. Bäume lagen auf Walzen, diese aber aufeine- Brücke, welche als ein gebahnter Weg vomAltar weg durch dieKirche hinaus, über die Treppehinüber bis in das Arbeithaus des KünstlersChristophans, folglich bey vierhundert Schrittelang zubereitet war. Solche Hülfsmittel warenveranstaltet, diese ungeheure Mauer ganz undunverletzt an ihren ausersehenen Ort hinzuschaffen.Dort wurde sie senkrecht aufgestellt, und zur Be-trachtung sowohl, als zur mosaischen Arbeit be-quem an ihrem gehörigen Lichte vestgemacht.
Nach der Größe und ganzen Ausmessung die-ser Wand wurden fünfStücke von gemeinem dochharten Stein, den die Römer Pepennv nennen,aufeinander neben ihr hingesetzt, vorher aber nachihrer hohen und breiten Fläche zween oder dreyZolle tief solchergestalt ausgehöhlt, daß in der tie-fen Fläche, so zu sagen, ein Rost von enge gleich-laufenden und tiefen Einschnitten, oder kleinenGängen da stunden, in welche man den aus geflos-senem Marmor, Kalk, Gummi Adragant, undEyerklar verfertigten Kitt einlegen konnte.
Nach diesen Anstalten fieng Christopharisnebstsseinen Gehülfen an, Zirkel, Maaßstäbe und
Carko-