von mosaischen Gemälden. 405
Was man in dieser allezeit höher gestiegenenmosaischen Malerey seit meinem 'Aufenthalt inRom, nämlich seit mehr als Z9 Jahren verbes-sert haben mag, besteht» wie ich höre, nur in derArt und Weise vieler Nebensachen, Maschinen,Gerüche, Werkzeuge, Handarbeiten, u. s. f.nicht aber in der mosaischen Malerkunst selbst.Denn, wenn man die damals verfertigte Petro-nilla und den heiligen Sebastian betrachtet; sowird es unmöglich scheinen, daß man weiter et-was Vortrefflichers wünschen, oder die Kunst nochverbessern könne, sondern nunmehr sich mit dem-jenigen begnügen müsse, was seit achtzig Jah-ren bis hieher bereits geschehen ist, und jedemscharfsichtigen Kenner Anlaß zu glauben giebt,daß die Kunst der mosaischen Malerey den höch-sten Grad der Vollkommenheit erreicht habe, wel-ches daraus erhellet, weil die mosaischen Kunst,ler allezeit nur nach den Originalton, niemalsaber nach Kopien gearbeitet haben, wie uns dieungeheuren Umstände vom heiligen Sebastiandeutlich zu erkennen geben, welche mir aber hierzu einer wichtigen Anmerkung Anlaß geben, diedem kunstbegierigen Leser, wenn er gleich zu Romgewesen wäre, doch vielleicht unbekannt seyn mag,und die ihm also um deswillen nicht mißfälligseyn wird.
Die Altarblätter in der St. Peterskirche sindmeistens von einerley Maaß und Größe, oderder Raum eines Altars hat mit dem Bilde kein
Cc z Ver-